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Gelenkschmerzen beim Hund

Gelenkschmerzen beim Hund

Will ein sonst sehr aktiver und übermütiger Hund plötzlich nicht mehr vor die Tür und muss zum täglichen Spaziergang regelrecht überredet werden, stecken oft Schmerzen in den Gelenken dahinter.

Wie auch bei älteren Menschen ist auch beim Hund im Laufe der Jahre ein Gelenkverschleiß zu beobachten, der gegebenenfalls auch Schmerzen verursachen kann. Aber nicht nur das Altern ist hier ein Problem: Oft entstehen Gelenkschmerzen auch durch Fehl- oder Überbelastung, zB bei Übergewicht, Fehlstellungen der Gliedmaßen oder zu intensivem Training im Welpenalter. Lahmt der Hund oder hat anderweitig sichtbare Schmerzen unklarer Herkunft, muss zu allererst ein Tierarzt konsultiert werden, der die Schmerzen lokalisieren und diagnostizieren, sowie anschließend auch behandeln kann. Selbst bei chronischen Erkrankungen wie der Arthrose kann dem Hund medikamentös und auch naturheilkundlich geholfen werden!

Gelenkschmerzen verhindern Lebensfreude

Verschiedene Formen der Gelenkerkrankungen und Schmerzen

  • Hüftgelenksdysplasie/Ellenbogendysplasie

Die bekannteste Gelenkerkrankung bei Hunden ist wohl die Hüftgelenksdysplasie (HD) oder - verwandt damit - die Ellenbogendysplasie (ED). Dysplasie bedeutet, dass einzelne Bestandteile des Gelenks nicht richtig entwickelt sind, bei der HD ist es zB die Hüftgelenkspfanne, welche den Kopf des Oberschenkelknochens nicht richtig aufnehmen kann.

  • Radius-curvus-Syndrom

Diese Erkrankung betrifft die Wachstumsfugen der Unterarmknochen Elle und Speiche. Ist nur einer der Knochen betroffen (Elle oder Speiche) bleibt dieser im Wachstum zurück, der andere wächst weiter und verursacht eine Instabilität im Ellenbogengelenk.

  • Wobblersyndrom

Knöcherne Zubildungen in der Halswirbelsäule können das Rückenmark einengen, dies passiert meist bei sehr großen Hunderassen wie zB der deutschen Dogge. Auswirkungen sind ein schwankender Gang und koordinative Einschränkungen.

  • Patellaluxation

Durch zu lange Kniebänder kann die Kniescheibe nicht an ihrem Platz gehalten werden und springt immer wieder heraus. Die Patellaluxation kommt eher bei kleineren Hunderassen vor.

  • Femurkopfnekrose

Bei der Femurkopfnekrose löst sich der Kopf des Oberschenkelknochens von selbst auf und das Kniegelenk wird dadurch instabil bzw dysfunktional.

Die Folgen

Folgen all dieser Erkrankungen können durch die Fehlbelastung der Gelenke Arthrose oder Arthritis sein. Arthrose ist eine Rückbildung/Verknöcherung des Gelenkknorpels, eine chronische Erkrankung, die in 4 Stadien verläuft. Man unterscheidet zwischen primärer Arthrose und sekundärer Arthrose.
Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die zum Teil in Schüben verläuft (zum Beispiel bei Rheuma, das auch Hunde betreffen kann), aber auch chronisch werden kann. Oft geht die Arthritis einer Arthrose voraus.

  • Primäre Arthrose

Bei der primären Arthrose wird angenommen, dass der Gelenkknorpel aus einem minderwertigen Material besteht, das sich einfach schneller abnützt. Dies kann zB durch falsche Ernährung oder Fehlbelastung in der Wachstumsphase passieren. Bei der primären Arthrose ist die Arthrose selbst die Grunderkrankung.

  • Sekundäre Arthrose

Sekundäre Arthrosen entstehen als Folgen der oben genannten Gelenkerkrankungen, da durch diese die Gelenke fehlerhaft belastet werden.

Die 4 Phasen einer Arthrose

Phase 1: Die Knorpelschicht wird rau und dünner, teilweise auch ein bisschen rissig.


Phase 2: Hyaliner Knorpel (hochwertiges Knorpelgewebe) wird durch Faserknorpel (minderwertigeres Knorpelgewebe) und Granulationsgewebe ersetzt, es bilden sich Pseudozysten aus nekrotischem Knochen- oder Knorpelgewebe.


Phase 3: Schmerzhafte Schäden im Knorpelgewebe treten auf, das Bindegewebe und auch die Knorpelzellen beginnen, sich rasch zu vermehren


Phase 4: Die Knochenplatte des Gelenks wird flach, an den Rändern entstehen Knochenwülste, damit der im Gelenk entstehende Druck dennoch aufgefangen werden kann.

Kälte kann Gelenkschmerzen verstärken.

Ursachen für Gelenkschmerzen beim Hund

Zunächst spielt bei Gelenkerkrankungen die Genetik eine große Rolle. Hüftdysplasie ist beispielsweise dafür bekannt, vererbt zu werden. Es gibt heute zwar bereits HD-freie Zuchten bei nahezu allen betroffenen Hunderassen, trotzdem ist die Erkrankung nicht aus der Welt. Neben genetischer Veranlagung spielen jedoch auch andere Faktoren eine Rolle, so vor allem die Belastung auf die Gelenke in der Wachstumsphase (Welpen und Junghunde sollen nicht durch zu lange Spaziergänge und zu wildes Spielen überlastet werden!). Auch die Fütterung des Hundes ist ein Faktor, der für manche Gelenkerkrankungen verantwortlich sein kann. Werden Junghunde vor allem großer Hunderassen zu intensiv gefüttert, kann es passieren, dass sie sehr schnell wachsen - die Gelenke können das schnell steigende Gewicht jedoch noch nicht tragen. Übergewicht ist auch beim erwachsenen Hund einer der größten Verursacher von Gelenkerkrankungen. Und schließlich hätten wir noch den normalen Alterungsprozess, im Laufe dessen es natürlich ebenfalls zu Verschleißerscheinungen an den Gelenken kommen kann.

Behandlung 

In jedem Fall muss der erste Weg zur Abklärung einer Gelenkerkrankung des Hundes der Tierarzt Ihres Vertrauens sein. Nur der Tierarzt verfügt über das benötigte Equipment, um die Erkrankung über Röntgen- und/oder Ultraschall überhaupt sichtbar zu machen und über die Erfahrung, die entstandenen Bilder auch richtig zu deuten. Ist einmal klar, was dem Hund fehlt, hat der Tierarzt auch bestimmt die richtige Medikation für Ihren Liebling.
Zusätzlich dazu kann man jedoch auch als Laie und verantwortungsbewusster Tierbesitzer etwas tun, denn die Naturheilkunde hat so manches Kraut parat, das bei Gelenkerkrankungen helfen kann:

Teufelskralle gegen Gelenkschmerzen

Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze aus Afrika, welche ursprünglich gegen Verdauungsbeschwerden und Erkrankungen des Harntraktes eingesetzt wurde. Sie kann jedoch noch viel mehr: Sie wirkt abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd und wird deshalb sehr gerne bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose eingesetzt. Wichtig ist, dass dies nur für die afrikanische Teufelskralle gilt! Es existiert nämlich auch eine europäische Teufelskralle, die sich mit der afrikanischen den Namen teilt, nicht jedoch die Wirkung! Hier bei uns im Shop finden Sie natürlich die "echte" Teufelskralle aus Südafrika. 

Teufelskralle aus Südafrika

Grünlippmuschel gegen Gelenkbeschwerden

Grünlippmuscheln werden in Neuseeland gezüchtet und sind eine Form der Miesmuscheln. Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren und Glykosaminoglykane, einen Stoff, der in der Gelenkflüssigkeit enthalten ist. Grünlippmuschelextrakt kann mittlerweile synthetisch hergestellt werden und hat eine schmerzlindernde, entzündungshemmende Wirkung, was ihn für Hunde mit Gelenkerkrankungen zu einem sehr guten Nahrungsergänzungsmittel macht. Wir hier bieten reines Grünlippmuschelpulver aus Neuseeland an, es stammt aus speziell gezüchteten Kulturen. Achtgeben muss man darauf, dass durch die Gabe von Grünlippmuschel die Harnsäure ansteigen kann, weshalb man ihn Hunden mit Problemen im Harnsäure-Abbau (zB Dalmatinern) nicht verabreichen sollte. 

Grünlippmuschel aus Neuseeland.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gelenkschmerzen vor allem bei älteren Hunden relativ häufig vorkommen, jedoch meist ganz gut behandelbar sind. Wichtig ist es, für eine genaue Diagnose und Behandlung zum Tierarzt zu gehen und seine Anweisungen auch genau zu befolgen. Zusätzlich können naturheilkundliche Nahrungsergänzungsmittel wie Teufelskralle und Grünlippmuschelextrakt sehr hilfreich sein!
Eine gesunde Ernährung, angemessene Bewegung und ein ideales Gewicht tragen zur Hundegesundheit sehr viel bei und können Gelenkerkrankungen in vielen Fällen im Keim ersticken bzw. im Idealfall sogar gänzlich verhindern. Da diese Parameter für ein gesundes Leben ja nicht nur für Hunde gelten, sollte der Ansporn ein noch größerer sein - Sie wollen ja schließlich sicherlich ebenfalls gesund und fit bleiben! Gelenkgesundheit für Sie und Ihren Hund ist das Ziel.

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